Karolina Burger |
||||
Karolina
Burger- der neue Name für die Realschule Mundenheim!
1995 wurde der Vorschlag, für die Realschule im Schulzentrum Ludwigshafen-Munden- heim einen eigenen Namen zu finden, erstmals diskutiert. Schulelternbeirat, Schüler- versammlung und Gesamtkonferenz standen der Namensgebung positiv gegenüber. Im Hinblick auf die Namensgebung waren folgende Punkte zu beachten: Der Bezug zum Stadtteil Mundenheim sollte gegeben sein und der Name einer Frau sollte Vorrang haben. Beides wurde im Rahmen eines Ideenwettbewerbs mit deutlicher Mehrheit in einer Person gefunden: Karolina Burger. Sie wurde am 01.09.1879 als die Tochter eines bayrischen Postbeamten geboren. 1897, als Karolina Burger 18 Jahre alt war, wurde der Vater als Postdirektor in das damalige bayerische Speyer versetzt. Karolina Burger, die als äußerst begabt geschildert wurde, legte 1898 in der katholischen Lehrerbildungsanstalt der Dominikanerinnen in Speyer ihre Prüfung als Lehrerin ab. Eine erste Stelle war 1898 im Rahmen einer Krankheitsvertretung schnell in Hambach gefunden. 1905 kam die Lehrerin Karolina Burger nach Ludwigshafen, wo sie im Stadtteil Hemshof wohnte. Sie war Lehrerin an der Volksschule und an der Sonntagsschule. Da sie in einem sozial schwierigen Bereich lebte, lernte sie rasch die Not der Menschen kennen, vor allem die der Kinder, Mädchen und Frauen. Schon bald fiel sie dadurch auf, dass sie in vielen schwierigen Fällen mit der ihr eigenen Energie eingriff. Sie nahm verwahrloste Kinder bei sich auf und mietete 1913 im Stadtteil Mundenheim ein Haus, in dem sie ein Kinderheim einrichtete. Sie gründete den katholischen Fürsorgeverein in Ludwigshafen, dessen erste Vorsitzende sie bis 1933 war. Der Fürsorgeverein erwarb 1918 ein Haus zur Unterbringung von weiteren Kindern. Aus diesem in der damaligen Königsstraße eingerichteten Kinderheim ging das heutige St. Anna-Stift, ein Kinderkrankenhaus hervor. Karolina Burger wird als resolute
und strenge Frau beschrieben, die ein warmes Herz hatte
für die von der Gesellschaft benachteiligten Menschen.
Sie setzte sich für deren Belange mit Nachdruck ein,
arbeitete unermüdlich und aufopferungsvoll bis an die
Grenzen ihrer Gesundheit. Sie war ein Mensch, der
kurzentschlossen zupacken konnte, eine Frau mit viel
Idealismus. Sie war ein Mensch, der nicht nach
Anerkennung und Ruhm strebte. Karolina Burger sah schon
früh ein, dass die Frauen sich in den Politik aktiv
betätigen müssen, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Wegen eines Herzleidens mußte sie 1933 ihre schwierige und wichtige Arbeit in Ludwigshafen aufgeben. Sie verblieb noch einige Jahre in der Vorderpfalz und zog dann nach Altötting um, wo sie am 09.12.1949 im Alter von Jahren verstarb. 1960 ehrte die Stadt Ludwigshafen den Einsatz dieser Frau mit der Umbenennung der Königsstraße in die Karolina-Burger-Straße. Nach der Zustimmung der entsprechenden Gremien, vor allem des Schulausschusses, des Ortsbeirates Mundenheim sowie des Schulträgerausschusses der Stadt Ludwighafen sprach sich im März 1997 auch das Stadtparlament einstimmig für den vorgeschlagenen Namen aus. Der neue Name für unsere Schule lautet demnach ab dem 01.08.1997: Karolina-Burger-Realschule im Schulzentrum Ludwigshafen-Mundenheim. In einer offiziellen Feierstunde wurde am 15. Oktober 1997 in Anwesenheit von Herrn Leitendem Ministerialrat Georg Stenner vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung, des Kulturdezernenten der Stadt Ludwigshafen, Günther Ramsauer sowie vieler Ehrengäste und Freunde der Realschule die Namensgebung gefeiert. Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte der Karolina-Burger-Realschule konnten durch ihre Darbietung überzeugen und das Publikum zu großem Applaus bewegen.
|
||||
zurück zur Startseite |
||||
____________________________________________________________________________________